Grüner Tee

Grüner Tee ist ebenso wie Schwarztee ein Produkt aus den Blättern des Teestrauches, von dem es zwei Ursprungssorten gibt, aus denen später alle weiteren gekreuzt wurden. Zum einen den buschartig wachsenden China-Tee (lat. Camellia Sinensis) und zum anderen den Baumhöhe erreichenden Assam-Tee (Camellia Assamica). Grüner Tee wird durch ein spezielles Herstellungsverfahren ohne Fermentation (Oxidation des aus den Teeblättern austretenden Zellsaftes) produziert. Dies geschieht fast ausschließlich in China, Japan und Taiwan. Die Blätter des Teestrauches werden nach dem Vorgang des so genannten Welkens, bei dem die Blätter auf einer großflächigen Unterlage ausgebreitet getrocknet werden und so etwa 30% ihres Wasseranteils einbüßen mit Hilfe von Wasserdampf gedämpft. Dabei werden die in den Blättern nach dem Welken vorhandene Tee-Enzyme (auch Fermente genannt) inaktiviert. So können diese beim anschließenden Rollen des Tees per Hand oder Maschine, durch welches die Zellstrukturen der Teeblätter aufgebrochen wird, nicht mehr für eine Oxidation und die damit verbundene Rotfärbung des Tees sorgen. Er bleibt stattdessen olivgrün und enthält im Gegensatz zum Schwarztee dadurch einen hohen Anteil an Catechinen. Diese verleihen dem Grünen Tee später nicht nur seinen leicht bitteren Geschmack, sondern sind auch für seine allgemein bekannten gesundheitsfördernden Eigenschaften verantwortlich. Durch die anschließende Handformung der Teeblätter in einem geheizten Kessel bei mittlerer Temperatur werden unterschiedliche Blattgrade wie flach, kugelig oder spiralförmig erreicht. Eine letzte Trocknung der Teeblätter bei etwa 85°C schließt den Produktionsprozess des Grünen Tees ab. Grüner Tee war bereits im 16. Jahrhundert in Europa bekannt. Sein schwarzer Verwandter wurde erst viel später, vor etwas mehr als 200 Jahren, bei uns populär. Im Ursprungsland China kennt man die wohltuende Wirkung der Erzeugnisse des Teestrauches schon seit etwa 2700 v. Chr. 
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