
Schwarztee

Schwarztee wird vorwiegend in Indien und China angebaut. Der ursprüngliche Teestrauch hat dabei zwei Stammformen. Die des China-Tees (lat. Camellia Sinensis) und die des Assam-Tees (lat. Camellia Assamica). Aus diesen beiden Ursprungspflanzen entstanden durch immer neue Kreuzungen die verschiedenartigsten Teesorten. Die Herstellung des Schwarztees aus den Blättern der Teesträucher wird in sechs aufeinander folgenden Arbeitsschritten vollzogen: 1. Welken: Die Teeblätter werden für den Welkvorgang, bei dem sie etwa 30% ihrer Feuchtigkeit verlieren, auf speziellen Trocknungsgestellen für ungefähr acht bis zwölf Stunden flach ausgebreitet. Nach Abschluss des Welkvorgangs sind die Blätter weich und geschmeidig. 2. Rollen: Durch das anschließende Rollen der Blätter mit Hilfe eines über den Blättern kreisenden Zylinders werden deren Blattzellwände aufgebrochen, der Zellsaft tritt aus und kommt so mit dem Sauerstoff der Luft in Verbindung. 3. Fermentation: Damit ist der Oxidationsprozess des Zellsaftes der Teeblätter durch den Luftsauerstoff gemeint. Der Tee verändert dabei seine Farbe und erhält sein charakteristisches Aroma. Der Tee wird zum Fermentieren für etwa zwei Stunden in großen Wannen ausgebreitet und mit zusätzlichem Wasserdampf befeuchtet. 4. Trocknen: Unmittelbar nach dem Fermentieren wird der Tee auf einem Metalllaufband mit etwa 85°C heißer Luft getrocknet. Dadurch wird der vorab kupferrot glänzende Tee dunkelbraun bis schwarz und haltbar gemacht. 5. Sieben und Sortieren: Mit Hilfe von stufenartig aufgebauten Rüttelsiebmaschinen wird der fertige Schwarztee nach seiner unterschiedlichen Größe, dem so genannten Blattgrad sortiert. Die Qualität richtet sich allerdings nicht nach dem Blattgrad, sondern nach der Ergiebigkeit des Tees. Je feiner die Struktur der Teeblätter, desto ergiebiger sind diese beim Teeaufguss. 6. Verpacken: Verpackt wird der hochempfindliche, nach Blattgraden vorsortierte Schwarztee traditionell in mit Metallfolie ausgeschlagenen Kisten aus Sperrholz. So kann er problemlos vom Erzeugerland aus in alle Welt versandt oder verschifft werden. Heute wird aus Kostengründen häufig auf die Verpackung des Schwarztees in Papiersäcken zurück gegriffen. 
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